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von Marcus Tullius
#495 Hallo liebe Freunde!

Ich habe vor nach meinem Zivildienst im Wintersemster 2017/18 Pharmazie an der Uni Wien zu studieren. Bezüglich Aufnahmeprüfung etc. ist mir soweit alles klar. Allerdings bereitet mir eine Angelegenheit weiterhin Kopfzerbrechen, nämlich die Anzahl der Laborplätze und die damit verbundene Verlängerung des Studiums.

Ich habe gelesen, dass es in Wien bei weitem nicht genug Laborplätze gibt und man deshalb häufig 3-4 Semester warten muss, bis man einen Platz bekommt. Bin ich dann die 3-4 Semester im Leerlauf und muss praktisch die Zeit abwarten, und kann mehr oder weniger nichts tun um im Studium weiterzukommen? Als Folge dessen habe ich auch gehört, dass die durchschnittliche Studienzeit in Pharmazie ca. 16 Semester bzw. 8 Jahre beträgt, was mich dann schon sehr abschreckt..

Welche Erfahrungen habt ihr denn gemacht? Wovon hängt das ab, ob man einen Laborplatz bekommt oder nicht? Was ich bisher so aus Foren gehört habe, werde ich doch sehr abgeschreckt und muss mir wirklich überlegen ob ich doch nicht Pharmazie studieren möchte.. Oder ist das ganze nicht so schlimm?

LG
von monsn
#501 Hallo!

Oft hängt es bei den Praktika davon ab, welche Noten du auf die Prüfungen hast (die für das jeweilige PR Voraussetzung sind). Es kann natürlich passieren, dass man schon mal zwei-drei Semester dafür warten muss, obwohl man alle Voraussetzungen erfüllt. Aber normalerweise gilt: wer in Mindeststudienzeit ist, kommt zuerst rein und wer mehr ECTS hat ebenso. Optimal wäre es, wenn du versuchst die Steop im ersten Semester zu erledigen. Falls man mal keinen Platz bekommt, gibt es genügend andere Prüfungen und LV's die man machen kann.

Ich kenne vereinzelte Personen, die Pharmazie wirklich in den 9 Semester geschafft haben, es sind im Durchschnitt aber um die 6 bis 7 Jahre, die man investiert. Man muss nur dranbleiben.
Wenn du Chemie, Biologie und Medizin magst und vielleicht auch guten Unterricht in der Schule hattest, ist das Ganze dann doch nicht so schlimm und auf jeden Fall schaffbar. Man muss sich darauf einstellen, dass es Zeit, Motivation und Mühe kostet (was sich am Ende lohnt). Die Leute, die man kennenlernt (meistens sehr kollegial), machen das Studium deutlich angenehmer!

LG